Montag, 21. September 2015

Berlin, Berlin {unterwegs in Neukölln & Kreuzberg}

Mein drittes Mal in der Hauptstadt, und das innerhalb eines Jahres. Doch das erste Mal so gänzlich privat, ohne Messe und Co. Ich war auf Verwandtschaftsbesuch, hatte keinerlei Zeitdruck im Nacken und auch nicht den Anspruch, in diesen zweieinhalb Tagen das volle Touriprogramm zu durchleben. Stattdessen hatte ich eine gute Zeit mit Cousin und Cousine, wir haben gekocht, waren essen, sind den Hertha-Spielern ganz schön nah gekommen, und ich habe zu Fuß ein wenig Neukölln und Kreuzberg erkundet.

























































































Fleischwolf und Lotte - na, wenn das nicht mein Laden ist, dann weiß ich es auch nicht? Küchenkrams und im Hinterzimmerchen Vintage-Küchenevents. Hallo? Dieser Name!!





Diese Stadt hat mich irgendwie in ihren Bann gezogen. Bevor ich letztes Jahr das erste Mal dort war, war ich mir so sicher, dass ich Berlin nicht mögen würde. Es war so eine Vorahnung. Falsch, so falsch! Ja klar, Berlin ist voll, groß und überfordert mich vielleicht auch ein wenig. Aber Berlin ist so ... faszinierend irgendwie. So ganz werde ich die Idee nicht los, dort mal mehr als nur ein Wochenende zu verbringen. Einen Monat Auszeit, Arbeit oder Praktikum in Berlin? Fänd ich richtig gut!

Ganz gelegen kam mir, dass auch Vanessa gerade in Berlin ganz schön aktiv war, und ich mir so ein paar Orte in Kreuzberg rauspickte und besuchte, die ich ansonsten vielleicht nicht gefunden hätte. So wie die Prinzessinnengärten zum Beispiel.


























Sehr hip, fancy, ein bisschen stereotyp, total süß, mit Liebe zum und im Detail, der heiße Scheiß Urban Gardening eben. Um ein bisschen Ruhe zu finden vor dem Großstadtrummel, kann ich einen Besuch in den Prinzessinengärten nur empfehlen. Und es macht doch auch irgendwie Spaß nach einem langen Fußmarsch  dort zu sitzen, den Füßen eine Pause zu geben, sich bei einem kalten Getränk umzuschauen und ein wenig Tagträumerei zu betreiben. Wer mag diese junge Frau sein, die gerade Rucola erntet? Sandra, 27, selbständige Grafikdesignerin, die Abwechslung im Gärtnern sucht? Oder die Gruppe zwei Tische weiter? Mittagspausen-(Apple Addict-)Meeting im Freien? Wer weiß?








Wie ein richtiges Hipster Mädchen - mit Piercing, Rucksack und Spiegelreflex - spazierte ich über die Oranienstraße, beobachtete Läden und Leute. Machte das ein oder andere Bild, setzte mich in Cafés und schrieb ein paar Zeilen in mein Notizbüchlein.

Zwischen "Ich muss unbedingt planen, wohin ich gehen möchte. Zeiteffizienz und so!" und "Ich lass mich treiben." recherchierte ich an dem Tag, welchen Insider- und Weniger-Insider-Tipps ich an diesem Tag folgen wollte. Und das ist echt nicht einfach! Berlin bietet so unendlich, unendlich viel, dass es gar nicht möglich ist, sich die Rosinen rauszupicken. Oder anders: an fast jeder Ecke wartet eine Rosine auf dich. Daher lasse ich mich manchmal ganz gerne von Blogs, Instagram oder Pinterest inspirieren. Ich mag es, diesen persönlichen Erfahrungen zu folgen. Und noch nie hat mich solch ein Tipp enttäuscht.


Doch an dem Tag war ich ratlos. Ich stieß unter anderem auf den Hipster Guide to Berlin, der sicherlich keine Offenbarung, aber dennoch ganz witzig und ein wenig ironisch geschrieben ist. Und da ich eh plante, die Oranienstraße entlang zu laufen, folgte ich ihm zum späten Frühstück ins Bateau Ivre.


Den frühen Abend verbrachten wir dann in der Hasenheide. Wir ließen uns die Sonne auf den Pelz scheinen, beobachteten gut gebaute Menschen oben ohne bei der abendlichen Yoga-Einheit, sinnierten und freuten uns nach einem schönen, aber auch langen Tag auf einen gemütlichen Kochabend.

Mein kleiner Traum, ein Büchercafé!


 Ich hoffe: auf bald, Berlin!